Kafunta’s Story

Where Does the Name Kafunta Come From?

Den Namen Kafunta gab es schon lange, bevor die Lodge gebaut wurde. Es gibt sogar eine Geschichte dazu.

Chief Kakumbi (I) wurde Lowey genannt. Er war sehr streng und hielt sich Sklaven. In der Nähe des heute Kafunta genannten Flusses, der nur in der Regenzeit erscheint, dann viel Wasser führt und in den Luangwa mündet, gab es einen flachen Stein. Genau diesen Stein wollte der Häuptling als Thron haben und befahl seinen Sklaven, ihn zu seinem Palast zu schaffen. Der Stein war jedoch sehr groß und schwer. Also meinten die Sklaven, die schon den Fluss „KAFUNTHA“ getauft hatten (was in Nyanja, der lokalen Sprache, „verrückt“ heißt), das müsse auch der Häuptling sein, wenn er ihnen einen solchen Befehl erteile. So erhielt auch die Kafunta-Lodge diesen Namen.

Damals verlief das Leben in Mfuwe ganz anders als heutzutage. Fwalu, einer der Dorfältesten und Onkel von Kakumbi (VI), dem Chief dieser Gegend, wurde dazu befragt. Geboren 1914 lebte er auf Kafunta, wo Kakumbis Palast stand. (Der Platz des alten Palastes befindet sich nur wenige Kilometer flussabwärts von der heutigen Kafunta-Lodge.). Er kann sich noch gut erinnern:

“Damals jagte ich noch, indem ich Erdfallen legte oder Pfeil und Bogen nahm. Der Pfeil enthielt Gift einer einheimischen Schlingpflanze, die wir „poison rope“ nannten. Als junger Mann erlegte ich sogar Büffel, Elefant und Nashorn mit Pfeil und Bogen. Nashornfleisch haben wir gegessen, aber für die Hörner hatten wir damals keine Verwendung. Elfenbein tauschten wir jedoch mit Menschen aus Nyasaland (heute Malawi) gegen Kleidung. Hatten wir kein Elfenbein, wurden sogar Kinder gehandelt, denn es gab kein Geld.

Mit Palmfrüchten spielten wir eine Art Korbball und so etwas wie Golf. Anders als heute starb dort kaum jemand im Kindesalter. Malaria war unbekannt, doch es gab Tuberkulose. Ich erinnere mich daran, dass wir häufig mit benachbarten Stämmen kämpften, und unsere Rundhütten waren von doppelten Schutzzäunen umgeben. Wir haben Hirse angebaut und gingen fischen, doch Haustiere gab es nicht. Ich glaube, damals (meint: 20er-, 30er-, 40er Jahre) waren die Zeiten besser als heute, wo die Achtung voreinander fehlt, es nicht genug zu essen gibt und zu viel Krankheit und Tod.“

Wie landeten die Cowans in dieser entlegenen Ecke Afrikas?

Ron und Anke Cowan, Besitzer und Leiter von Kafunta Safaris, trafen sich 1988 in Australien. Ron stammt aus Sydney, Anke aus Ostfriesland an Norddeutschlands Küste.

Anke reiste durch Australien, als sie sich trafen, und gemeinsam setzen sie ihre Reise fort. Um dem europäischen Winter zu entfliehen, reisten sie auf dem Landweg durch Asien und mit der Transsib quer durch Russland nach Deutschland zurück. Die nächsten 1 ½ Jahre blieben sie in Deutschland, dann starteten sie zu ihrem nächsten großen Abenteuer.kafunta1-story-sahara-tourism-zambia-wildlife-holiday-accommodation-travel

1990 verließen Sie Deutschland in einem Landrover und reisten gen Süden durch Europa nach Afrika. Der Landrover war ihr Heim für die nächsten 13 Monate, in denen sie die Sahara durchquerten, von Algerien über Niger an die westafrikanische Küste reisten und über das ehemalige Zaire (DR Kongo) nach Ostafrika. Der Trip ging weiter nach Süden, und in Malawi fanden sie ihr erstes afrikanisches Zuhause.

kafunta-story-sahara-tourism-zambia-wildlife-holiday-accommodation-travelIhre Tour war aufregend, abenteuerlich und auch nicht ungefährlich… Sie erlebten Erstaunliches und Freudiges – es war einfach eine unvergessliche Erfahrung. Viele ihrer Abenteuer können Sie in den Fotoalben der Lodge nachverfolgen. Von Lilongwes Umgebung aus organisierten sie dann Touren nach Malawi und ins Luangwa-Tal. Es ist wohl müßig zu erwähnen, dass sie sich dabei ins Luangwa-Tal verliebten!

Zu Beginn der 1990er-Jahre wechselte Sambias Regierung und bot zahlreiche Investitions-Möglichkeiten. Das war die Zeit, zu der sie ein Wildnis-Camp aufbauten – eine Kafunta nahe gelegene Camping-Lodge für Selbstversorger. 1996 kauften sie das Gelände und errichteten dort 1997/98 die Kafunta River Lodge.chalet-construction-kafunta1-story-sahara-tourism-zambia-wildlife-holiday-accommodation-travel

Die Lodge öffnete am 3. Juli 1998 ihre Pforten, und viele Menschen aus der Umgebung, die beim Bau mitgearbeitet hatten, wurden für andere Positionen ausgebildet – sie wechselten ihre Schutzhelme gegen Kochmützen und Guide-Caps. Heute beschäftigen wir 40-70 Leute.
1995 heirateten Ron und Anke unter einer Akazie in der Nähe der Lodge. 1999 wurde ihr Sohn Luke geboren.

Ihr Unternehmen war mit einem Geschäftspartner gestartet, doch 2000 wurden Ron und Anke alleinige Besitzer der Kafunta River Lodge.

Vielleicht ist das Geheimnis ihres Erfolgs die Kombination gradliniger deutscher mit gelassener australischer Lebensart.

kafunta2-story-pygmies-tourism-zambia-wildlife-holiday-accommodation-travel

luangwa-christmas-carols-kafunta-zambia-safaris-tours-camp-lodge“Das Team ist wie unsere Familie. Wir sind nun schon so lange zusammen, dass wir eine ganz persönliche und individuelle Beziehung zueinander haben.“