Zambia Facts

Zambia facts

Sambia ist ein Binnenstaat im Südlichen Afrika, hat tropisches Klima und besteht im Wesentlichen aus einem Hochplateau mit Hügeln und Bergen, das von Flusstälern durchzogen wird. Mit 752.614 km² liegt es auf Platz 39 der weltgrößten Länder (nach Chile) und ist etwas größer als der US-Staat Texas. Sambia liegt hauptsächlich zwischen den Breitengraden 8° / 18° Süd und den Längengraden 22° / 34° Ost.

Sambia grenzt im Norden an die DR Kongo, im Nordosten an Tansania, im Osten an Malawi, im Süden an Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia, im Westen an Angola.

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Geography of Zambia

Zwei der längsten Nebenflüsse des Sambesi, der Kafue und der Luangwa, fließen größtenteils durch Sambia. An der Grenze zu Simbabwe münden sie bei Chirundu bzw. Luangwa in den Sambesi, wobei der Luangwa in seinem Unterlauf einen Teil der Grenze Sambias zu Mosambik bildet. Ab dem Dorf Luangwa verlässt der Sambesi Sambia und fließt durch Mosambik, um schließlich in die Straße von Mosambik (Indischer Ozean) zu münden.
Bei den Victoria-Fällen in Sambias Südwestecke fällt der Sambesi etwa 100 m tief über eine Breite von 1.6 km, um später den Kariba-Stausee zu durchfließen. Das Sambesi-Flusstal an Sambias Südgrenze ist tief und weit. Weiter ostwärts, jenseits des Kariba-Stausees, wird es von Gräben gebildet und gehört wie die Täler von Luangwa, Mweru-Luapula, Mweru-wa-Ntipa und vom Tanganjikasee zum Großen Grabenbruch.

Sambias Norden ist sehr flach mit weiten Ebenen. Im Westen liegen die Barotse-Auen, ein wichtiges Feuchtgebiet des Sambesi, das von Dezember bis Juni geflutet wird, also etwas später als zur jährlichen Regenzeit (meist November bis April). Die Flut prägt nicht nur die natürliche Umwelt, sondern auch die Lebensweise und Kultur der Bewohner des Gebietes sowie andere kleinere Feuchtgebiete.

Im Osten Sambias steigt das Plateau, das sich zwischen Sambesi und Tanganjikasee erstreckt, in nördlicher Richtung allmählich von 900 m im Süden über 1.200 m im Zentrum bis auf 1.800 m im Norden (bei Mbala) an. Diese Plateau-Gegenden Nordsambias wurden vom WWF als wesentlicher Teil der Miombo-Wälder des mittleren Sambesi klassifiziert.

Sambias Osten ist sehr vielfältig. Das Luangwa-Tal zerteilt das Plateau in einem Bogen von Nordosten nach Südwesten und dehnt sich nach Westen durch das tiefe Flusstal des Lunsemfwa bis mitten in das Plateau aus. Manche Abschnitte des Tals haben Hügel und Berge zur Seite. Im Nordosten liegt das Nyika-Plateau (2.200 m) an der Grenze zu Malawi und bildet in Sambia den Mafinga-Gebirgszug mit Sambias höchster Erhebung, dem Kongera (2.187 m). Die Muchinga Mountains, Wasserscheide zwischen Sambesi- und Kongobecken, verlaufen parallel zum tiefen Flusstal des Luangwa und bilden einen scharfen Hintergrund an seinem Nordende, obwohl sie eigentlich überall unter 1.700 m liegen. Ihr höchster Punkt ist der Mumpu (1.892 m) am Westende des Tals, Sambias höchste Erhebung außerhalb der Ostgrenze. Um diesen Berg wurde die Grenze zur DR Kongo gezogen.

kids-zambia-facts-kafunta-safaris-zambia-africa-travel-game-lodge-campPopulation of Zambia

Hauptstadt von Sambia ist Lusaka im südlichen Zentrum des Landes. Sambias Bevölkerung von nahezu 14,5 Millionen Menschen konzentriert sich um Lusaka im Süden und um den Copperbelt, den „Kupfergürtel“ im Nordwesten. 75% der Bevölkerung sind Christen, 25% Moslems und Hindu. Amtssprache ist Englisch, daneben gibt es rund 70 indigene Sprachen bzw. Dialekte wie Bemba, Kaonda, Lozi, Lunda, Luvale, Tonga und Nyanja (am meisten verbreitet).

Climate of Zambia

Sambias Klima ist tropisch und abhängig von der Höhenlage. Die Regenzeit dauert von November bis April. Der größte Teil des Landes liegt auf einem Hochplateau mit einigen Hügeln und Bergen. Die tiefsten Landesteile am Sambesi und im Luangwa-Tal liegen unter 500 m, die höchsten im Mafinga-Gebirge im Nordosten des Landes (2.301 m).

Political History of Zambia

Etwa bis zum Jahr 300 n.Chr.G. lebten im heutigen Sambia Khoisan als Jäger und Sammler. Im 12. Jahrhundert wanderten Bantu-Völker in mehreren Wellen ein, darunter auch Batonga, die Sambia zuerst besiedelten und offenbar aus dem Osten und der Küstennähe kamen.

Früh kamen auch die Nkoya aus den Luba-Lunda Königreichen, die in den südlichen Teilen der heutigen DR Kongo und in Nordangola lagen, im 12./13. Jahrhundert in einer größeren Wanderwelle.

Im frühen 19. Jahrhundert ließen sich Nsokolo im Mbala-Distrikt der Nordprovinz nieder. Während des 19 Jahrhunderts kamen Ngoni und Sotho aus dem Süden. Im späten 19. Jahrhundert hatten sich die meisten der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Sambias im Land in ihren heutigen Gegenden etabliert. Und dann kamen die ersten Europäer.

Der erste Europäer, der im späten 18. Jahrhundert eine Expedition nach Sambia führte, war offenbar Francisco José de Lacerda e Almeida, ein brasilianisch-portugiesischer Entdecker; weitere Europäer folgten im 19. Jahrhundert. Der bekannteste unter ihnen war David Livingstone mit seiner Vision, den Sklavenhandel zu beenden (durch die „3 C“: Christianity, Commerce & Civilization).

Livingstone bekam als erster Europäer 1855 die faszinierenden Wasserfälle des Sambesi zu Gesicht und nannte sie nach Queen Victoria „Victoria-Fälle“. Er schreibt: „So liebliche Szenerien müssen die Engel in ihrem Flug erblickt haben.“ Lokal sind die Fälle im Lozi- oder Kololo-Dialekt als „Mosi-o-Tunya“ bekannt, als „donnernder Rauch“. 1888 erhielt die BSA (British South Africa Company) unter Cecil Rhodes Schürfrechte vom Litunga, dem Haupt-Chief der Lozi (oder Ba-rotse) für die Gegend, die dann Nordwest-Rhodesien genannt wurde.

Nordost- und Nordwest-Rhodesien waren eigenständige Protektorate der BSA, bis sie 1911 unter gemeinsame Verwaltung gestellt wurden. 1923 übernahm die britische Regierung die Hoheitsrechte und regierte das Land als britisches Protektorat.

Während der 1920er- und der 1930er-Jahre entwickelte sich die Region durch Fortschritte im Erzabbau und durch Zuwanderung. Im Oktober 1964 erhielt sie zur Unabhängigkeit einen neuen Namen: Sambia. Premierminister Kenneth Kaunda wurde als Mitglied der UNIP (sozialistische Partei United National Independence) Präsident und regierte bis 1991.

Im Juni 1990 nahm der innenpolitische Druck gegen Kaunda zu (u.a. weil er 1972 Sambia zum Einparteienstaat erklärt hatte). 1991 ließ er wieder die demokratische Mehrparteienwahl zu und wurde des Amtes enthoben.

1991 wurde Frederick Chiluba von der MMD (sozialdemokratische Partei Movement for Multi-Party Democracy) zum neuen Präsidenten gewählt. Er führte das Land bis 2002; in der Zeit erreichte Sambia sozial-ökonomisches Wachstum und eine zunehmende Dezentralisierung der Regierung. Levy Mwanawasa war dritter Präsident Sambias bis zu seinem Tod im August 2008. Ihm schreibt man zu, dass er eine Anti-Korruptions-Kampagne gründete und dass sich der Lebensstandard in Sambia erhöhte. 2008 wurde der amtierende Vizepräsident Rupiah Banda als Nachfolger gewählt und führte seine Amtszeit bis 2011 zu Ende. Michael Sata löste ihn ab, starb jedoch 2014 vor Beendigung seiner Amtszeit. Edgar Lungu war als Nachfolger ernannt und im August 2016 zu einer weiteren Legislaturperiode wiedergewählt.

victoria falls-kafunta-safaris-zambia-africa-travel-game-lodge-campEconomy of Zambia

Zur Unabhängigkeit sah sich Sambia trotz seiner Bodenschätze mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Im Land gab es nur wenig versierte und ausgebildete Leute, die Regierungsposten übernehmen konnten, und die Wirtschaft war größtenteils auf fremde Berater angewiesen: So gab es 1964 mehr als 70.000 Briten im Land.

Mitte der 1970er-Jahre sank der Preis für Kupfer, Sambias Hauptexportprodukt, weltweit dramatisch. Das Land hatte zudem den Nachteil, Kupfer über große Distanzen transportieren zu müssen – mit zusätzlichen Kosten. Sambia bemühte sich um ausländische und internationale Investoren, doch als der Kupferpreis weiter niedrig blieb, hatte das Land große Schwierigkeiten, die wachsenden Schulden zu bedienen (auch weil viele Hilfsgelder auf Schweizer Konten abgezogen wurden). Mitte der 1990er-Jahre hatte Sambia trotz aller Hilfsmaßnahmen sehr hohe Auslandsschulden.
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In den 2000er-Jahren stabilisierte sich die Wirtschaft, so dass die Inflation 2006/07 einstellige Werte erreichte, das BIP wuchs, die Zinsen für die Schulden sanken und die Märkte anzogen. Sambia hat fremden Investitionen im Bergbau-Sektor und höheren Kupferpreisen auf dem Weltmarkt Wachstum zu verdanken. Sambia wurde wieder von Investoren umworben.

2010 zählte die Weltbank Sambia zu den Ländern, in denen sich die Wirtschaft rapide erholt hat. Der COMESA (Common Market for Eastern and Southern Africa) hat seine Zentrale in Sambias Hauptstadt Lusaka.

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